Freitag, 9. Dezember 2016

Was schenke ich einem Musiker zu Weihnachten?



Was schenke ich einem Musiker zu Weihnachten?
Ganz einfach: Nichts natürlich! (Schenkelklopfemoji - es gibt doch viel zu wenig Emojis, nicht?)

Nun, Baby, think twice! Kleine Geschenke erhalten ja bekanntlich die Freundschaft, und wer einer langjährigen Bandfreundschaft etwas Gutes tun möchte, darf sich auch mal dankbar über die treue Geschäftsbeziehung zeigen.

Auch wenn ich manchem Sänger schon gerne ein Autotune, dem Gitarissten neue Saiten, dem Schlagzeuger ein Metronom und dem Bassisten endlich mal neue Vorstufenröhren  schenken wollte, empfehle ich hier, über den eigenen Teller- bzw Mischpultrand hinauszudenken.
Auch ich hätte manchem Trompeter schon gerne einen Dämpfer, dem Keyboarder einen Leveller und dem Perkussionisten ein neues Tambourine mit nur viereinhalb Schellen geschenkt, der Geigerin etwas Instrumentalunterricht und dem DJ ein -30 dB Pad.

Aber man sollte ja nicht unbedingt etwas verschenken, was in erster Linie einem selber das Leben verschönert. Man schenkt ja der eigenen Freundin auch keinen Kochkurs und dem Tonkollegen einen Free Download von Golden Ears (oder "ein Kind im Ohr"...) So mancher Wink mit dem Zaunpfahl entpuppt sich im Nachhinein als Boomerang.

Nachdem ich mich nun zu einigen No Go's geäussert habe, hier meine ernsthaften Empfehlungen:
Man kann übrigens auch mir ein kleines Weihnachtsgeschenk machen, und das kostet keinen Cent! Wenn du die hier angegeben Links benützt zu diesen Webshops unterstützt du damit meinen Blog, ganz herzlichen Dank!

Ich habe mich etwas umgeschaut und ein paar originelle, unverfängliche Geschenke zusammengetragen.

Das kleine Beauty-Kit für Gitarissten; haben die wenigsten und da freut sich jeder drüber.

Fender Custom Shop Acoustic Tool kit
Für alle Cajon-geplagten hier eine Alternative:

Ich muss anfügen, ich bin kein Cajon-Fan. Sie klingen meistens unbefriedigend, vor allem verstärkt.
Weiter finde ich Sitzkonzerte etwas uncool. Dieses Ding passt in jede Jackentasche und macht auch noch ein paar andere Sounds als ein Cajon. Ist ja nur eine Idee :-)



Hab ich letzthin bei einem Schlagzeuger entdeckt: das Apfelschälercymbal. Klingt schön und ist ein Eyecatcher.



Für Bands mit In Ear und Backing Vocals ein Segen: die Optogate. Sieht nicht wahnsinnig schön aus, ist aber unfassbar praktisch und räumt den Sound auf. Die Optogate wird über 48V Phantom gespiesen, wobei sie sich öffnet, wenn keine Spannung anliegt. Aktiviert arbeitet das Gerät als klassische Noisegate, sobald der Backgroundsänger jedoch vor das Mic steht, öffnet der Infrarotsensor den Signalweg. Der Infrarotsensor ist dabei in seiner Empfindlichkeit verstellbar.






Zugegeben, das sind natürlich zum Teil schon recht kostspielige Ideen. Es ist gar nicht so einfach, originelle Geschenke zu finden, welche das Budget nicht übermässig strapazieren. Es kann ja unter Umständen einfach auch ein Päckchen selbstgemachte Bruchschokolade sein. Hier mein Geheimrezept:

Zutaten:
200 gr. Haselnüsse, ganz
400 gr. weisse Schokolade guter Qualität
400 gr. dunkle Schokolade guter Qualität
1 EL. Kaffeepulver, gemahlene Bohnen oder Instant Kaffee (Für Weihnachten darf es auch mal eine prise Zimt, Nelken und/oder Muskatnuss sein, mein Favorit ist Zimt und etwas Chilliflocken:-))

Zubereitung:
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen Die Haselnüsse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech ausbreiten und in der Ofenmitte ca. 15-20 min. rösten. Nach dem Backen etwas auskühlen lassen. Die Nüsse auf dem Backblech belassen.

Derweil im Wasserbad langsam die Schokolade schmelzen. Zu der dunklen Schokolade 1 EL. Kaffeepulver geben und gut umrühren.

Vorgehen: Die Haselnüsse in 2 Reihen nebeneinander legen, mit ca. 2 cm. Abstand zwischen den Reihen. Dann abwechselnd mit einem grossen Esslöffel Schokolade über die Nüsse verteilen, beginnend mit der dunklen Schokoladenmasse. 1 Reihe Dunkel, eine Hell, so bis alle Nüsse bedeckt sind. Gesamthaft sollte es 4 Schokoladenlinien geben und die Nüsse sollten vollständig bedeckt sein. Dann mit einem Holzstäbchen oder dem Stiel von einem Esslöffel (es sollte schmal sein) mit Kreisenden Bewegungen die Schokolade mischen bis ein schönes Muster entsteht. Danach mit dem Backblech im Kühlschrank fest werden lassen.

Zum schneiden ein grosses glattes Messer mit heissem Wasser erhitzen und nach belieben in grobe Stücke schneiden. Die Schokolade eignet sich nicht zum brechen da Fingerabdrücke sichtbar bleiben.

Am besten schmeckt die Schokolade frisch. Also nicht wochenlang lagern und erst dann verschenken. Wenn sie einmal beim Beschenkten angekommen ist, wird sie meistens nicht alt ;-)

Jeder kennt ja seine Musiker am besten, und manchmal geht es eher um die Geste als den Materialwert. Ein ehrlicher Rotwein oder ein eine Flasche Single Malt ist mir allemal lieber als übertriebene Geschenke, welche mir anzunehmen fast schon peinlich ist.

Wem aber Wein oder Schokolade zu langweilig ist, und wen die Ideen oben nicht inspirieren, der darf sich auch gerne mal im Proberaum der Band umschauen. Ich dachte in manchem Bandraum schon, eine Kaffeemaschine oder ein kleiner Kühlschrank wären passende Geschenke - oder ein Staubsauger, aber da winkt ja dann schon wieder der Zaunpfahl...







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